Persönlich war ich nie der große Trekkie und leider ging auch Star Wars als Kind an mir vorbei – das habe ich erst als Erwachsener für mich entdeckt, aber ich würde mich durchaus als großer Sci-Fi-Fan outen. In letzter Zeit habe ich immer wieder einmal versucht zu erörtern woher diese Einsicht kommt oder wo das alles anfing. Eines kann ich sagen: Es war definitiv nicht Matrix und auch nicht Back to the Future, was mich zum Sci-Fi Nerd machte,

Was mich am Sci-Fi-Genre beeindruckt ist eigentlich auf welch abgefahrenen Storys die Menschheit kommt wenn es darum geht sich die Zukunft vorzustellen.

Grundsätzlich kann ich mich einfach dafür begeistern wie unsere Zukunft wohl aussehen könnte und wie abstrakt und komplex uns diese Zukunft entgegentreten könnte.

In letzter Zeit beschäftige ich mich weniger mit Filmen aus diesem Genre – eher mit Büchern die viel mehr die Möglichkeit haben einem die Komplexität dieser geschaffenen Welten zu vermitteln. Hier ein kleiner überblick über die letzten Werke die mich wirklich bewegt haben:

Andreas Eschbach: Der Herr aller Dinge
Andreas Eschbach schafft mit seinem Charakter Hiroshi einen beeindruckenden Virtuosen in einer sehr komplexen Story.
Ergänzt mit einem schönen Ansatz für die Endlichkeit der technischen Entwicklung gibt die Utopie ein schönes Bild in dem die Menschen selbst abzuschaffen vermögen.

Andreas Eschbach: Black Out / Hide Out / Time Out
Auch die Black Out Trilogie gehört zu den Werken von Andreas Eschbach. In diesem wunderbaren Roman Dreiteiler geht Eschbach auf die Idee des Singularitarianismus ein und spielt dabei gezielt mit allen erdenklichen Vor- und Nachteilen die man mit hybriden Menschsein vorstellen kann. Sehr spannend und in seiner Vision von der Verknüpfung von hybriden Denken und Künstlicher Intelligenz wahnsinnig spannend.

Peter F. Hamilton: Träumende Leere.
Mit dem ersten Band der Void-Reihe erzählt Peter F. Hamilton eine tolle Geschichte in denen die Menschheit weit in der Zukunft, getrieben von der technischen Weiterentwicklung, in komplett anderen Ansätzen von Religion und Lebensgewohnheiten aufgeht. Es zeigt die absurde Möglichkeiten der weiterentwicklung der Rassen-Identifikation hin zu einer Trennung von Menschen mit und ohne technologischen Hilfsmitteln.